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Samuel Pepys
Diary 1668
Gut hundert Jahre lang blieben die Tagebücher des am 26. Mai 1703 verstorbenen Samuel Pepys unentdeckt - und nochmals hundertfünfzig Jahre sollte es dauern, bis man den Lesern auch Einblick in die pikanteren Episoden gab, welche sie verzeichnen. Interessierte und bewundernde Leser hatte dieses reichhaltige und blendend formulierte Lebenszeugnis freilich schon von Anfang an gefunden.
Pepys wurde zum Prototyp des Diaristen, des sich allabendlich im flackernden Licht einer Kerze niederlassenden Tagebuchschreibers. Am Neujahrstag 1660 begann er das Unternehmen, ein »Journall« (wie er es nannte) zu schreiben, das in seiner eloquenten Frische, seinem meisterhaften Umgang mit der englischen Sprache und seiner spannenden und doch augenzwinkernden Erzählkunst zum Muster eines ganzen literarischen Genres wurde. Nur wenige Tagebuchautoren der folgenden drei Saecula weisen Pepys' Fähigkeit auf, sich so sehr von der eigenen Person zu distanzieren und sich selbst mit all seinen menschlichen Schwächen so zu beschreiben, als skizziere er einen unbeteiligten Dritten.
Samuel Pepys
Diary 1668
404 Seiten, Text englisch
Format: Adobe E-Book Reader
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